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#009 – Workshop: Speisepilze mit Kaffeesatz selber züchten I so funktioniert’s

Am Samstag, den 22.04.2023 fand bei uns ein Workshop zum Thema Pilzzucht statt. Kirsten & Matthias von der Denkwerkstadt Nahrungswandel zeigten uns in Theorie und Praxis verschiedene Methoden, um Pilze zu Hause zu kultivieren. Die Teilnehmenden erhielten zunächst eine theoretische Einführung in die Welt der Pilzzucht. Anschließend ging es direkt in die Praxis, wo sie selbst ein Pilzsubstrat herstellen und beimpfen konnten. Am Ende des Workshops konnte jede*r Teilnehmer*in ein eigenes beimpftes Pilzsubstrat mit nach Hause nehmen und auf die Entwicklung der Pilze gespannt sein.

Besonders spannend war dabei die Möglichkeit, Pilze mit Kaffeesatz zu züchten. Pilze sind nicht nur superlecker und gesund, sondern können auch ganz einfach zu Hause selbst gezüchtet werden: und zwar mit eurem alten Kaffeesatz! Die Teilnehmer wurden eingeladen, ihren eigenen Kaffeesatz in einer sauberen Plastiktüte mitzubringen. Denn der Kaffeesatz ist ein hervorragender Nährstoff für Pilze und lässt sich so wunderbar zur Pilzzucht verwenden. Der Kaffeesatz sollte höchstens einen Tag alt sein und möglichst wenig Kontakt mit der Luft gehabt haben, um Kontamination zu minimieren.

Pilzzucht leicht gemacht: So einfach geht’s mit Kaffeesatz!

Wie das genau funktioniert, erklären wir euch in unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung:
  1. Zu nächst benötigt ihr einen Behälter, in dem ihr den Pilzsubstrat-Kaffeesatz-Mix anlegen könnt. Wir haben dafür Plastiktüten verwendet. Noch besser sind alte Plastikbehälter.
  2. Der Kaffeesatz sollte höchstens einen Tag alt sein und möglichst wenig Kontakt mit der Luft gehabt haben, um Kontamination zu minimieren.
  3. In einem sauberen abgeschlossenen Behälter wird der Kaffeesatz im Verhältnis 2:1. z.B. mit Ulmenrasling beimpft.
  4. Stellt den Behälter an einen warmen und dunklen Ort.
  5. Wenn der Mycel die Oberfläche überwachsen hat, wieder neuen Kaffeesatz dünn auftragen, diesen Vorgang so lange wiederholen bis der Behälter voll ist: dann auf die Fruchtung warten. Dabei bleibt der Deckel nur leicht geschlossen für minimale Sauerstoffzufuhr.
  6. Nach ein paar Tagen sollten bereits die ersten Pilze sprießen! Lasst sie weiterwachsen, bis sie ausgewachsen und erntereif sind.
  7. Dann könnt ihr eure frischen Pilze ernten und genießen – zum Beispiel als Zutat für ein leckeres Pilzrisotto oder einfach als Beilage.

Viel Spaß beim erfolgreichen Züchten!

Zusätzlich zum Workshop gab es noch eine weitere spannende Neuerung bei 1haZukunft: Gemeinsam haben wir mit den Experten der Denkwerkstadt Nahrungswandel beim Anlegen des Pilzgartens für das Gelände von 1haZukunft geholfen. Dafür haben wir zunächst die Baumstämme vorbereitet, Löcher gebohrt und diese mit Pilzmyzel beimpft. Anschließend haben wir die Löcher mit Wachs verschlossen, um optimale Wachstumsbedingungen für die Pilze zu schaffen. Wir haben einen möglichst schattigen, feuchten Ort unter unseren Kirschbaum gefunden. Wir sind sehr gespannt, wann wir Pilze ernten können, bis dahin dürfen wir den Pilzgarten pflegen: er muss feucht gehalten werden & braucht noch wetterfeste Beschilderung.Es war ein tolles Erlebnis, und wir freuen uns darauf, die Entwicklung des Pilzgartens weiter zu verfolgen.

Insgesamt war der Workshop ein voller Erfolg und die Teilnehmenden waren begeistert von den einfachen Methoden, Pilze zu Hause zu züchten& der großen Expertise der Referent*innen. Wer also Interesse an der Pilzzucht hat und auch gerne mal selbst Hand anlegen möchte, sollte unbedingt bei unserem nächsten Workshop zu diesem Thema dabei sein!

Fotos ©Leah-Rahel Renner + vielen Dank an Sarah, dass du deine Fotos mit uns geteilt hast.

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