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#003 Workshop – Fermentation: Eine alte Handwerkskunst wiederentdeckt – Kimchi und Kombucha selbst herstellen

Am Samstag, den 12.11.2022 haben wir gemeinsam mit Matthias, Kirsten, Antje und Simon von der Denkwerkstadt Nahrungswandel die Fermentation, eine alte Handwerkskunst, wiederentdeckt und Kimchi und Kombucha ganz einfach selbst herstellen können. Fermentation ist eine uralte Konservierungsmethode, die nicht nur gut für Gesundheit und Klima ist, sonder uns auch ganz neue Geschmackserlebnisse bietet. Wie einfach die Herstellung ist, durften wir selbst erleben. Im Anschluss an eine super interessante Einführung in die Welt der Fementation und eine kleine Verkostung verschiedener fermentierter Produkte, haben wir bei strahlendem Sonnenschein unsere eigenen Gläser Kimchi zubereiten können.

Selbst bei der Herstellung von Kaffee, Kakao und Schokolade wird die Technik der Fermentation eingesetzt. Fermentierte Gemüse und Getränke sind nicht nur sehr gesund und lecker, sondern halten sich auch ohne Kühlschrank für lange Zeit. In den verschiedensten Variationen sind sie in allen Kulturen der Welt bekannt: Kefir, Bier, Wein, Kombucha, Sauerkraut aus Weißkohl, Kimchi aus Kürbissen oder Chinakohl mit Ingwer und Knoblauch, Gurken oder Rote Beete in Salzlake vergoren usw. Ihre Herstellung ist einfach unglaublich vielfältig und kann ohne große Mühe im Alltag in jeder einfachen Küche angewendet werden, das haben wir in der 2. Hälfte des Workshops selbst ausprobiert. Zuerst haben wir erfahren, wie das Getränk Kombucha aka SCOBY angesetzt wird und wie wir es dann zu Hause ernten können.

Danach ging es ans Kleinschneiden von Weißkohl, Mohrrübe, Rote Beete & Co. Ans Vermengen mit Gewürzen und ans Verkneten der bunten Rohkostmasse. Entstanden sind farbenfrohe Gläser mit Sauerkraut und verschiedenen Arten von Kimchi, die in der Novembersonne ein wunderschönes Abschlussbild darstellten.

Kimchi herstellen: Rezept von der Denkwerkstadt Nahrungswandel (klick)

  • 1 Chinakohl
  • 2 TL Ingwer
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1-3 TL Chili
  • 1 Apfel /Birne o.ä.
  • Salz (nach Geschmack)
  • 1-2 EL Reismehlpaste (2TL Reismehl in 100 ml kaltem Wasser verrührt und aufgekocht)

Der Chinakohl wird über Nacht in einer 5% igen Salzlake eingelegt (ca. 5 TL Salz pro Liter Wasser), damit er beim Vergären knackiger bleibt. Am nächsten Tag gut auswaschen. Jetzt aus den übrigen Zutaten die Gewürzpaste herstellen, indem diese kleingeschnitten und (optional) noch püriert werden. Dann den Chinakohl damit verkneten. Alles in ein Gärgefäß abfüllen und gut runterdrücken, so dass das Gemüse mit der Flüssigkeit bedeckt ist. Bei Zimmertemperatur vergären. Muss nicht in den Kühlschrank. Viele Koreaner sind der Meinung, dass diese Art von Kimchi nach drei bis vier Ta- gen am besten schmeckt.

Alle Teilnehmer*innen waren sich einig, dass es ein gelungener Workshop war, bei dem durch die langjährige Expertise der Seminarleiter*innen keine Fragen offen blieben!

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